Holz-Ratgeber und Lexikon

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Bauschnittholz

Bauschnittholz (Vollholz) aus Nadelholz wird durch Einschneiden oder Profilieren aus Rundholz gewonnen. Die üblicherweise rechteckigen Querschnitte werden je nach Verhältnis von Höhe und Breite in Latten, Bretter, Bohlen und Kanthölzer unterschieden.

Trocknen, Keilzinken, Hobeln, Fasen und weiteres Profilieren sind mögliche Veredelungsschritte für diesen Vollholzprodukt.

Bauschnittholz ist mindestens 6 mm dick und hat eine Mindestquerschnittfläche von 11cm².

Betonschalung

Betonschalungsplatten aus Furnierplatten bestehen meist aus wetterfest verleimten Hartholzfurnieren mit einer ausgeprägt niedrigen Feuchtigkeitsaufnahme und hochwertiger phenolharzimprägnierten Oberflächenbeschichtungen. Die Schmalflächen sind mit einem Spezial-Acryl-Wasserlack wasserabweisend behandelt.

BPC Bamboo Polymer Composite Terrassendielen

Aktuell in Deutschland vertriebene Terrassendecks aus BPC bestehen ca. zu 60 % aus Bambus, zu 30 % aus HDPE (High Density Poly Ethylen) und zu 10 % aus Additiven. Dieses wird vermischt, extrudiert und anschließend geschliffen.


Bambus ist eine der am schnellsten wachsenden Pflanzen und ein sehr regenerativer Rohstoff. Verwendet werden fast ausschließlich Bambusfasern die in Kombination mit recyceltem Kunststoff. Speziell als Terrassendiele eignet sich der homogene Werkstoff ausgezeichnet.


BPC-Terrassendielen werden sowohl als Hohlkammer- als auch als Massivdiele in verschiedenen Farben angeboten.

BSH (Brettschichtholz)

Brettschichtholz (BSH) besteht aus mindestens drei faserparallel miteinander verklebten, getrockneten Brettern oder Brettlamellen aus Nadelholz. Die früher häufig verwendeten Bezeichnungen „Leimholz“ oder „Leimbalken“ sollten nicht mehr verwendet werden, um Verwechselungen mit anderen Produkten zu vermeiden.


BSH ist ein vergütetes Produkt, das aufgrund der Festigkeitssortierung des Ausgangsmaterials und der Homogenisierung durch den schichtweisen Aufbau höhere Tragfähigkeiten als übliches Bauholz erzielt und herstellungsbedingt ein sehr formstabiler und weitgehend rissminimierter Baustoff ist.

BSP (Brettsperrholz)

Brettsperrholz (BSP) besteht aus mindestens 3 Lagen kreuzweise übereinander gestapelten und i.d.R. rechtwinklig miteinander verleimten Schnittholzbrettern. BSP ist ein Massivholzprodukt, das als Platten oder Scheibenelement für tragende Zwecke eingesetzt wird.


Andere gelegentlich verwendete Namen sind Dickholz, mehrschichtige Massivholzplatten oder Kreuzlagenholz. Die englischsprachigen Bezeichnungen lauten X-Lam oder cross laminated timber (CLT).

Furnierboden

Als Furnierboden werden Fußbodenbeläge bezeichnet, die in der Regel aus drei Schichten aufgebaut sind:


Ein Echtholz-Deckfurnier mit einer Versiegelung oder einer Beschichtung, einer Trägerlage, meistens aus HDF und einem Gegenzug aus Furnier oder Kraftpapier.

Die Furnierlage ist im Allgemeinen dünner als 2,5 mm (ca. 0,6-2,5 mm), wodurch sich Furnierböden von Parkett, bei dem dickere Nutzschichten vorhanden sind, abgegrenzt. Die Gesamtdicken der Furnier-Fußbodenelemente liegen üblicherweise im Bereich von 8-10 mm.


Aktuelle Furnierböden sind mit Nut und Feder oder Schnellverbindersystemen (Klickverbindung) ausgerüstet und werden schwimmend, mit oder ohne verklebter Fuge, verlegt.

Neben der DIN-konformen Bezeichnung „Furnierter Fußbodenbelag“ sind auch die Bezeichnungen „Furnierboden“ und „Furnierparkett“ gebräuchlich.

Furnierböden schließen die Lücke zwischen Laminat und Parkettböden. Er ist i.d.R. preisgünstiger als Parkett, verfügt aber – im Gegensatz zum Laminat – über eine natürliche Echtholzoberfläche, sodass der verlegte Boden von einer Parkettfläche optisch kaum zu unterscheiden ist.


Im Unterschied zum Parkett ist beim Furnierboden die Nutzschicht erheblich dünner, sodass selbst exclusive Holzoberflächen ressourcendschonend und zu moderaten Preisen angeboten werden können.

Durch die relativ dünne Nutzschicht sind Furnierböden nicht für die Aufarbeitung vorgesehen – das höchstens einmalige Abschleifen ist nur bei sehr wenigen Anbietern, die ihre Elemente mit Nutzschichte nahe an 2,5 mm ausrüsten, überhaupt möglich.


Mit einer entsprechenden Versiegelung versehen, sind Oberflächen von Furnierböden ausgesprochen widerstandsfähig: Die geringe Deckschicht, auf der hoch verdichteten Trägerschicht, schafft einen besonders formstabilen Verbund, der sich beim Aufprall eines Gegenstandes deutlich weniger verformt, als herkömmliche Echtholz-Böden. Böden mit integrierter Trittschalldämmung verbessern die Klang- und Raumschalleigenschaften und machen den Verzicht auf entsprechende Unterlagen möglich. Furnierte Oberflächen können, auch in Teilbereichen, mit entsprechender Reparatur-Sets ausgebesset werden. Wenn vom Hersteller nicht ausdrücklich hierfür freigegeben, sind Furnierböden nicht für den Einsatz in Feuchträumen und spritzwassergefährdeten Bereichen vorgesehen.

Gartenholz

Holz… arbeitet & verändert sich

Wir Menschen umgeben uns gerne mit dem Werkstoff Holz, da wir eine gewisse Vertrautheit spüren, besonders im Garten, aber auch im Wohnbereich.

Ein bisschen Wissen aus dem Holzlexikon ist nötig, um besonders im Außenbereich jahrelang Freude am Holz zu haben Holz ist die Basis vieler unserer Produkte. Wir setzen hierbei unterschiedliche Holzarten ein, um die vielfältigen Vorzüge zu erhalten. Generell werden Hölzer in verschiedene Dauerhaftigkeitsklassen eingeteilt, die man durch eine besondere Behandlung (z. B. die Kesseldruckimprägnierung) positiv beeinflussen kann. Alle Maße sind Circa-Maße. Holz ist abhängig von den klimatischen Einflüssen.


Bei Feuchtigkeit dehnt sich Holz aus, bei Trockenheit gibt es das aufgenommene Wasser wieder ab und zieht sich somit wieder zusammen. Maßtoleranzen bei Holzprodukten sind also Teil der natürlichen Eigenschaften des Holzes und stellen keinen Mangel dar.


NATURPRODUKT „HOLZ“

Sie werden an Ihrem Gartenholz viele Jahre Freude haben. Trotzdem ist dieses Holz auch ein Naturprodukt. So sieht nicht jedes Stück Holz im Farbspiel aus wie das andere. Es kann sogar auch vorkommen, dass auf der Oberfläche von überseeischen Harthölzern stecknadelkopfgroße Löcher auftreten. Dies sind die sogenannten „Pinholes“, kleine Wurmlöcher. Es besteht aber kein Grund zur Sorge, Schädlinge leben nicht mehr darin! Da diese Löcher Teil der natürlichen Optik sind, lassen sie sich bei Harthölzern nicht vermeiden.


HARZAUSTRITTE

Bei Nadelhölzern können weiche oder harte Harzaustritte, sogenannte Harzgallen oder Harztaschen, vorkommen. Sofern diese im Gehbereich auf Bodendielen oder an optisch wichtigen Stellen auftreten, können diese zum Beispiel mit einem im Fachhandel erhältlichen Entharzer entfernt werden. Trockenes Harz entfernen Sie am besten mit einem Stechbeitel.


OBERFLÄCHE

Äste gehören zu dem Charakterbild. Unsere heimischen Nadelhölzer neigen zu einem lebhaften Astbild, wobei das Astbild der Kiefer deutlicher ist als das der Fichte. Ein sichtbares Auftreten stellt daher ebenso keine Mangelerscheinung dar wie auch Risse in den Ästen (gemäß DIN 4074).


IMPRÄGNIERSALZE

Bei der Kesseldruckimprägnierung werden zum Schutz der Holzoberfläche Salze in das Holz gepresst. Diese lmprägniersalze reagieren mit Holzinhaltstoffen und können an einigen Stellen „ausblühen". Im Laufe der Zeit verblassen diese ungefährlichen, grünlichen Salzkristallisierungen.

 

FARBSPIELE

Holz ist ein Naturprodukt, daher ist es unumgänglich, dass unterschiedliche Partien unterschiedliche Farben aufweisen. Aber auch auf einem einzelnen Stück Holz entstehen diverse Farbnuancen, welche sich zum Beispiel in der Pigmentierung des Holzes begründen. Schließlich gleichen sich die Stellen jedoch farblich an.


DUNKLE STELLEN

Die Markröhre, die den Baum durchzog, ist für die dunklen Stellen auf der Holz-oberfläche verantwortlich. Neben Ästen und charaktervollen Maserungen gehören auch diese Erscheinungen zum Naturwerkstoff Holz und sind besonders bei Nadelhölzern nicht auszuschließen. Ihr Auftreten bedeutet keinen Mangel (gemäß DIN 4074).


STOCKFLECKEN

Verfahrensbedingt wird bei der Kesseldruckimprägnierung viel Wasser in das Holz gepresst. Hierbei kann es besonders in der warmen Jahreszeit bei frisch imprägniertem und somit feuchtem Holz zu Schimmelbefall und Stockflecken kommen. Da dies jedoch nur oberflächlich ist, beeinträchtigt es die Qualität des Holzes nicht. Nach dem Trocknen des Holzes können diese mit einem Tuch oder einer Wurzelbürste entfernt werden.


RAUE STELLEN

Wir fertigen mit größtmöglicher Sorgfalt, damit Sie ein hochwertiges Produkt erhalten. Doch auch modernste Technik und hochwertige Hobel und Fräser können, insbesondere an Rundungen und Kappschnitten, in Astbereichen oder bei quer verlaufenden Bearbeitungen, das Auftreten von rauen Stellen nicht verhindern! Diese Stellen können Sie gegebenenfalls eigenhändig nacharbeiten.


SPANNUNGSRISSE

Klimatische Einflüsse und die dadurch bedingte Aufnahme und Abgabe von Wasser sind für die Dimensionsveränderung von Holz verantwortlich. Dieses ist eine natürliche Erscheinung des Werkstoffes Holz und kann daher von uns bei der Herstellung nicht ausgeschlossen werden. Die Veränderung stellt keinen Mangel dar.

Ipe

Wenn Sie sich für Ipé entscheiden, haben Sie schon gewonnen. Denn es ist robust, resistent gegenüber Witterung und Insekten, frei von Schimmelbildung und arm im Verzug. Eine beinahe lebenslange Entscheidung, denn Ipé wird in der Resistenzklasse 1 eingestuft und hält somit mindestens 25 Jahre. Da Holz ein Naturprodukt ist, was mit der Umgebung reagiert, ist es nicht auszuschließen, dass das Holz nach einer bestimmten Zeit eine graue Patina erhält. Diese kann wenn sie nicht erwünscht ist, einfach durch Nachbehandeln entfernt werden und schon erstrahlt Ihre Terrasse wieder im neuen Glanz. Auch nach dem Fällen des Baumes arbeitet das Holz weiter und verzieht sich geringfügig. Dies wird durch die Produktionsvorgänge stark eingegrenzt, sodass der Verzug nach dem Verschrauben beinahe

nicht mehr vorhanden ist.

Ipé ist eines der härtesten natürlich vorkommenden Laubhölzer der Welt. Es verbindet eine elegante hellbraune Farbe mit einer ausgezeichneten Härte und Dauerhaftigkeit. Das überaus robuste Holz kann ohne Einsatz von Ölen, Lasuren oder anderer chemischer Oberflächenbehandlungen verarbeitet werden. Nicht umsonst ist das aus dem nördlichen Südamerika stammende Laubholz zu den beliebtesten Terrassenhölzern geworden. Sie werden lange Freude an Ihrer Terrasse haben, denn es ist von Natur aus resistent gegen Insekten und Pilzbefall und mit einer Resistenzklasse von 1, sind dies mindestens 25 Jahre .

Parkett - Parkettboden

Die wichtigsten Parkettarten sind genormt. Darüber hinaus werden von einzelnen Herstellern nicht genormte Parkettelemente angeboten, die aber aufgrund ihres Aufbaus eindeutig dem Parkett zuzuordnen sind. Hierzu zählen Hochkantlamellenparkett (Mehrzweckparkett, auch „Industrieparkett“), das so genannte 10-mm-Massivparkett (Lamparkett) sowie dessen Abkömmlinge mit Dicken zwischen 7 und 15 mm.


Die einzelnen Parkettarten bestehen aus unterschiedlichen dimensionierten Einzelelementen, die das Oberflächenbild des Parkettbodens mitbestimmen. Beim Hochkantlamellenparkett werden z.B. 8 mm breite und maximal 165 mm lange Holzlamellen aneinander gereiht. Sie ergeben einen anderen optischen Eindruck als Einstab- Parkettdielen von 180 mm Breite und 2,20 m Länge. Zwischen diesen Extremgrößen liegen die Verlegeeinheiten von Mosaikparkett, das klassische Stabparkett, und nicht zuletzt die Vielzahl der Mehrschichtparkett-Elemente mit einer Oberfläche aus 1, 2 oder 3 Stäben pro Element.


Neben der Holzart und der Art des Parketts sind der technische Aufbau der Deckschicht und die Sortierung maßgeblich für die optische Wirkung des Parkettbodens.

Qualitativ hochwertiges Parkett ist in unterschiedlichen optischen Ausprägungen erhältlich. Innerhalb einer Holzart prägen besonders die Farbunterschiede Maserungen und Asteinschlüsse das Erscheinungsbild. Die Sortierungsregeln sind für die meisten Parkettherstellungen verwendeten Holzarten ausführlich in den gültigen europäischen Normen beschrieben. Darin stehen zu jedem Symbol entsprechende Tabellen mit den jeweils zulässigen Merkmalen. Für die Qualität der Oberfläche von Parkett gelten einheitliche Symbole:


Kreis, Dreieck und Quadrat. Das Kreissymbol steht dabei für die oberste Sortierung (entspricht etwa der früheren Sortierung „natur“). Das Dreieck entspricht in etwa der früheren Sortierung „gestreift“ und das Quadrat in etwa „rustikal“. Die Tabelle zeigt im Vergleich ein vereinfachtes Beispiel für frühere übliche Sortierbezeichnungen. In der Praxis werden herstellerseitig weitere/andere Differenzierungen angeboten. Eine genaue Übersicht darüber geben die Sortierbücher der verschiedenen Parketthersteller.

Thermoholz (TMT Thermally Modified Timber)

Durch Hitzebehandlung (Erhitzung des Holzes auf ca. 160 Grad) des Holzes wird eine höhere Dauerhaftigkeit und ein stark reduziertes Quell- und Schwindverhalten erreicht. Durch die Behandlung verringert sich die Festigkeit des Holzes es wird spröder. Dabei verändert sich die Farbe des Holzes es wird dunkler und gleich-mäßiger im optischen Erscheinungsbild.


Ziel der thermischen Modifikation ist es, die technischen Eigenschaften des Holzes über den gesamten Holzquerschnitt für bestimmte Einsatzzwecke zu verbessern. 


So sorgt die Hitzebehandlung, dass sich auch heimische Hölzer für den Einsatz im Außenbereich eignen, ohne dass nach kurzer Zeit Schäden durch Pilzbefall entstehen. Thermoholz eignet sich jedoch nicht für den tragenden Bereich (keine Zulassung) und sollte auch nit im direkten Erdkontakt verbaut werden.


Thermohölzer (wie auch unbehandelte Hölzer) können von Pilzen und Algen besiedelt werden, diese sind jedoch durch die dunkle Farbe weniger sichtbar


Seit 2012 gibt es ein Qualitätssiegel der Thermoholz-Qualität e.V.

Vinyl (Massivvinyl/Fertigvinyl)

Vinylelemente für die schwimmende Verlegung zählen zu den elastischen Bodenbelägen. Sie werden als massive Vinylplanken mit einer ca. 4-6 mm dicken Vinylschicht oder als Vinyl-Sheets auf einem Holzwerkstoffträger, in der Regel aus HDF und mit einem Gegenzug, meist in einer Gesamtdicke von ca. 10 mm, angeboten. Beide Varianten sind mit Schnellverbindersystemen (Klickverbindung) ausgestattet und können auf geeigneten Untergründen ohne Verklebung verlegt werden. Bei massiven Elementen ohne Trägerlage spricht man von „Massivvinyl“. Elemente auf Trägerlagen werden als „Fertigvinyl“ bezeichnet.


Allgemein sind für Bodenbeläge mit Vinyl-Oberfläche (sowohl Vinyl-Elemente wie auch Rollenware) ebenfalls die Begriffe Vinyl-, PVC- oder Designbodenbeläge gebräuchlich. Vinyl-Planken und –Fliesen werden auch unter der Bezeichnung Vinyl-Parkett sowie LVT (Luxury Vinyl Tiles) geführt.

WPC - Wood Plastic Composites

Wood Plastic Composites sind Verbundwerkstoffe aus Holzbestandteilen, thermoplastischen Kunstoffen und additiven, Der Holzanteil liegt zumeist bei bis zu 70 %. Gegenüber rechten Hölzern haben WPC-Produkte viele Vorteile. Unter anderem neigen sie nicht zum Reißen und Splittern. Auch sind sie wetterfest und einfach zu reinigen, darüber hinaus garantieren die Hersteller eine hohe Lebensdauer.


Die Biegefestigkeit fällt gegenüber Hölzern geringer aus was beim Aufbau der Terrassen-Unterkonstruktion und der Verlegung zu beachten iadminst. Dankeiner hohen Dichte sind WPC-Produkte gut vor Insektenbefall geschützt. Außerdem erweitert die Einfärbbarkeit der Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe den farblichen Gestaltungsspielraum.